Markus Feistle - Finanzberatung
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Die richtige Ballance aus Sicherheit und Rendite
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Infektionsklausel Ärzte

wenn ein Berufsverbot droht

Berufsunfähigkeitsversicherung für Mediziner sollte Infektionsklausel beinhalten

 

Ärzte haben aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit häufig Kontakt zu anderen Menschen, da Sie tagtäglich Patienten behandeln. Deshalb stellen sie bei einer infektiösen Erkrankung einen besonderen Gefahrenherd dar. Dem trägt das "Infektionsgesetz" Rechnung.

 

Bei bestimmten meldepflichtigen Krankheiten oder Krankheitserregern schreitet das zuständige Gesundheitsamt ein und kann unter bestimmten Voraussetzungen dem Arzt ein Berufsverbot erteilen.

 

Deshalb ist es wichtig, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung eine sogenannte Infektionsklausel vorsieht, die ein gesetzliches oder behördliches vollständiges Tätigkeitsverbotes als Berufsunfähigkeit wertet und dem Arzt für die Dauer des Berufsverbots die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente zahlt.

 

Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente auch bei Berufsverbot wegen einer Infektionsgefahr


Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente auch dann zahlen, wenn der versicherte Arzt aufgrund einer Rechtsvorschrift oder eines behördlichen Verbotes wegen einer Infektionsgefahr Patienten für einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten nicht mehr behandeln darf. Ärzte sollten deshalb darauf achten, dass ihr Versicherungsvertrag eine "Infektionsklausel" vorsieht. 


Exkurs: Dauerausscheider
Als Dauerausscheider wird eine Person bezeichnet, die nach einer Infektion mit Krankheitserregern (Bakterien, Viren) diese für einen Zeitraum von mehr als 10 Wochen weiterhin produziert und ausscheidet - obwohl bei dieser Person die Krankheitssymtompe abgeklungen oder auch nie aufgetreten sind. Je nach Dauer der Ausscheidung unterscheidet man permanenten und temporäre Dauerausscheidung. Besonders die Erreger der Salmonellosen haben eine große epidemiologische Bedeutung.

 

Fallbeispiel
Ein Chefarzt einer Uni-Klinik erkrankt an Salmonellen (Salmonellen-Gastroenteritis). Nach dem Abklingen der Beschwerden wird festgestellt, dass er ein Salmonellen-Dauerausscheider ist. Obwohl keine Krankheitssymptome mehr auftreten, produziert er weiterhin Krankheitserreger und scheidet sie aus. Das Gesundheitsamt erteilt ihm ein Berufsverbot, zumal er eine operierende Tätigkeit ausübt. Hat unser Chefarzt eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit entsprechender Infektionsklausel, dann erhält er für die Dauer des Berufsverbots die versicherte Berufsunfähigkeitsrente, obwohl er faktisch nicht berufsunfähig ist.

 

Infektionsklausel Ärzte

Im Folgenden erhalten Sie zwei Beispiele einer Infektionsklausel:

 

Alte Leipziger Druck-Nr. pm 2310 - 03.2010
" Bei Human- und Zahnmedizinern liegt vollständige Berufsunfähigkeit auch dann vor, wenn eine Rechtsvorschrift oder eine behördliche Anordnung dem Versicherten verbietet, wegen einer Infektionsgefahr Patienten zu behandeln (vollständiges Tätigkeitsverbot), und sich dieses vollständige Tätigkeitsverbot auf einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten erstreckt. Zum Nachweis des Vorliegens eines vollständigen Tätigkeitsverbots ist uns die Verfügung im Original oder amtlich beglaubigt vorzulegen.

Liegt ein solches Verbot nicht vor, wird die Ansteckungsgefahr nach objektiven Kriterien und aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft beurteilt. Im Zweifel würde dazu ein Gutachten eines renommierten Hygienikers eingeholt."

 

Deutsche Ärzteversicherung Stand 07.2010
" Wenn nichts anderes vereinbart ist, liegt Berufsunfähigkeit ... auch dann vor, wenn eine auf gesetzlichen Vorschriften oder behördliche Anordnung beruhende Verfügung der versicherten Person verbietet, wegen einer Infektionsgefahr Patienten zu behandeln, (vollständiges Tätigkeitsverbot) und sich dieses vollständige Tätigkeitsverbot auf einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten erstreckt ... "


Kurzinterpretation beider Infektionsklauseln

Beiden Klauseln ist gemein, dass Sie die Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente vorsehen, wenn

  • es sich um ein vollständiges Tätigkeitsverbot wegen einer Infektionsgefahr handelt
  • das auf einer gesetzlichen Rechtsvorschrift oder behördlichen Anordnung basiert
  • und sich auf mindestens 6 Monate erstreckt.

Die Infektionsklausel der Alten Leipziger geht noch ein wenig weiter. Hiernach bekäme der Arzt auch dann eine Leistung, wenn ein gesetzliches oder behördliches Berufsverbot nicht vorliegt, aber eine Ansteckungsgefahr nach objektiven Kriterien und aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft vorliegt. Im Zweifelsfall würde ein Gutachten von einem renommierten Hygienikers eingeholt werden.

 

Meldepflichtige Krankheiten im Sinne des Infektionsschutzgesetzes

Meldepflichtig sind nach § 6 Infektionsschutzgesetz beispielsweise der Krankheitsverdacht, die Erkrankung sowie der Tod an

  • Botulismus
  • Cholera
  • Diphtherie
  • humaner spongiformer Enzephalopathie, außer familiär-hereditärer Formen
  • akuter Virushepatitis
  • enteropathischem hämolytisch-urämischem Syndrom (HUS)
  • virusbedingtem hämorrhagischen Fieber
  • Masern
  • Meningokokken-Meningitis oder -Sepsis
  • Milzbrand
  • Poliomyelitis (als Verdacht gilt jede akute schlaffe Lähmung, außer wenn traumatisch bedingt)
  • Pest
  • Tollwut
  • Typhus abdominalis/Paratyphus sowie die Erkrankung und der Tod an einer behandlungsbedürftigen Tuberkulose, auch wenn ein bakteriologischer Nachweis nicht vorliegt

 

Meldepflichtige Krankheitserreger im Sinne des Infektionsschutzgesetzes

Meldepflichtig sind nach § 7 Infektionsschutzgesetz beispielsweise folgende Krankheitserreger, soweit der direkte oder indirekte Nachweis auf eine akute Infektion hinweist:

  • Adenoviren; Meldepflicht nur für den direkten Nachweis im Konjunktivalabstrich
    Bacillus anthracis
  • Borrelia recurrentis
  • Brucella sp.
  • Campylobacter sp., darmpathogen
  • Chlamydia psittaci
  • Corynebacterium diphtheriae, Toxin bildend
  • Coxiella burnetii
  • Cryptosporidium parvum
  • Ebolavirus
  • Escherichia coli, enterohämorrhagische Stämme (EHEC)
  • Escherichia coli, sonstige darmpathogene Stämme
  • Francisella tularensis
  • FSME-Virus
  • Gelbfiebervirus
  • Giardia lamblia
  • Haemophilus influenzae; Meldepflicht nur für den direkten Nachweis aus Liquor oder Blut
  • Hantaviren
  • Hepatitis-A-Virus
  • Hepatitis-B-Virus
  • Hepatitis-C-Virus; Meldepflicht für alle Nachweise, soweit nicht bekannt ist, dass
    eine chronische Infektion vorliegt
  • Hepatitis-D-Virus
  • Hepatitis-E-Virus
  • Influenzaviren; Meldepflicht nur für den direkten Nachweis
  • Lassavirus
  • Legionella sp.
  • Leptospira interrogans
  • Listeria monocytogenes; Meldepflicht nur für den direkten Nachweis aus Blut,Liquor oder anderen normalerweise sterilen Substraten sowie aus Abstrichen von Neugeborenen
  • Marburgvirus
  • Masernvirus
  • Mycobacterium leprae
  • Mycobacterium tuberculosis/africanum, Mycobacterium bovis; Meldepflicht für den direkten Erregernachweis sowie nachfolgend für das Ergebnis der Resistenzbestimmung; vorab auch für den Nachweis säurefester Stäbchen im Sputum
  • Neisseria meningitidis; Meldepflicht nur für den direkten Nachweis aus Liquor, Blut, hämorrhagischen Hautinfiltraten oder anderen normalerweise sterilen Substraten
  • Norwalk-ähnliches Virus; Meldepflicht nur für den direkten Nachweis aus Stuhl
  • Poliovirus
  • Rabiesvirus
  • Rickettsia prowazekii
  • Rotavirus
  • Salmonella Paratyphi; Meldepflicht für alle direkten Nachweise
  • Salmonella Typhi; Meldepflicht für alle direkten Nachweise
  • Salmonella, sonstige
  • Shigella sp.
  • Trichinella spiralis
  • Vibrio cholerae O 1 und O 139
  • Yersinia enterocolitica, darmpathogen
  • Yersinia pestis
  • andere Erreger hämorrhagischer Fieber.

 

Infektionsklausel
Eine Infektionsklausel sollte sicherstellen, dass Sie auch dann als berufsunfähig gelten, wenn Sie mehr als 6 Monate aufgrund eines gesetzlichen oder behördlichen Verbots Patienten nicht behandeln dürfen.

Bedenken Sie bitte, dass Sie sich mit möglichst den besten Versicherungsbedingungen versichern sollten. Unsere Erfahrung zeigt, dass dies später aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen oftmals nicht mehr möglich ist. Uns erreichen jede Woche mehrere Anfragen von Menschen, die Berufsunfähigkeitsschutz wünschen, aber nicht mehr erhalten können.


Wer wir sind

Als Spezialist für Ärzteversorgung beobachtet und analysiert Treffpunkt Finanzen seit über 10 Jahren den Versicherungsmarkt und sondiert für Sie die besten Angebote.

Dabei bildet die Beratung von Ärzten, Zahnärzten und Medizinstudenten in Fragen der Berufsunfähigkeitsabsicherung und Altersvorsorge unseren Tätigkeitsschwerpunkt.


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